2017, 24. - 26. Nov.  3. Line-Dance-Event bei Biggi
 


Die Party bei Biggi unter dem Motto Zirkus in der Frank‘schen Scheune mit den Choreographen Gudrun Schneider und Daniel Witthaker war wie immer super schön. Ein rundum gelungenes Event. Wir wurden dieses Mal sogar von einem richtigen Zauberer „verzaubert“. Liebe Biggi vielen Dank

Doris



2016, 27. & 28. Mai Modern-Line-Dance-Party
mit
Kate Sala


ein Bericht aus der Sindelfinger Zeitung:

Der Tanz führt die Menschen zusammen


„Besonders gut am Line Dance gefällt mir, dass er Menschen aus unterschiedlichen Kulturen und Hintergründen zusammen führt“, sagt Elke Kunze, Gründerin der Forty Fours, Tanzlehrerin und Choreografin. Der Verein aus Sindelfingen lud zu einer zweitägigen Tanzveranstaltung ins Bürgerhaus Maichingen ein.


„Unser diesjähriges Motto lautete Aloha Hawaii“, erzählt Elke Kunze. Am ersten Tag wird eine Willkommens-Party gefeiert, am zweiten gibt es Workshops mit der englischen Star-Choreografin Kate Sala und die Hawaii-Party.

Der Line Dance sei eine Tanzform, bei der die Teilnehmer jeder für sich in Reihen voreinander und nebeneinander her tanzen. „Es gibt einige Grundschritte, die passend zum Rhythmus der Musik unterschiedlich kombiniert werden“, sagt Elke Kunze. Viele Elemente seien Tänzen wie dem Walzer, Cha-Cha-Cha oder Rumba entnommen, aber neu benannt worden, so Elke Kunze. Die meisten Choreografien entnähme die Gruppe dem Internet, aber sie stelle auch eigene Tänze zusammen.

„Wir sind kein Country Club“, stellt Elke Kunze klar. Deshalb tanzen sie nicht zur typischen Country-Musik, sondern wählen von Rock bis Hip-Hop verschiedene Stilrichtungen. Elke Kunze bezeichnet dies als Modern Line Dance. „Beim Line Dance können Menschen, die sich nicht kennen, oder dieselbe Sprache sprechen, trotzdem miteinander tanzen“, erklärt Elke Kunze. Es gäbe bestimmte Choreografien, die überall auf der Welt bekannt seien. Für die diesjährige Party seien über 200 Liedwünsche eingegangen. „Damit für jeden etwas dabei ist, haben wir die Vorschläge aufgeteilt. Einen Teil spielen wir am ersten Tag, den anderen am zweiten Tag“, sagt sie.

Einmal im Jahr veranstalten die Forty Fours eine große Party, bei der Vereinsmitglieder mit anderen Vereinen gemeinsam tanzen. Karin Ronke, eigens aus Bamberg angereister Gast, besucht die Partys der Sindelfinger seit über zwölf Jahren. „Wir lassen nie eine Feier aus, denn es gibt keine Gruppe wie die Forty Fours “, sagt sie. Sie erklärt, dass die Truppe um Elke Kunze eine der führenden Line-Dance-Gruppen in Deutschland sei. Ihr gefalle besonders, dass sie von der Country Musik weggegangen seien und dem klassischen Line Dance eine neue Note verliehen hätten. „Außerdem sind die Veranstaltungen sehr gut organisiert“, fügt sie hinzu.

Auch die aus Zell unterm Aichelberg stammende Gruppe Lucky Dance Generation schätzt den Einsatz der Sindelfinger. „Wir tanzen nicht nur mit den Forty Fours, sondern sind richtig gut mit ihnen befreundet“, sagt Matthias Ziller, Trainer und Choreograf der Lucky Dance Generation. Der Deutsche Meister im Line Dance, habe sich vom Stil der Tanzgruppe inspirieren lassen und betrachte die Forty Fours als Vorbild.

„Jedes Jahr gibt es einen Stargast“, sagt Elke Kunze. Dieses Mal erwarte die Gäste Kate Sala, eine englische Line-Dance-Ikone, die schon mehrere große Auszeichnungen erhalten habe. Kate Sala reise die meiste Zeit durch die Welt und habe ihr Leben dem Line Dance gewidmet.“

Die Sindelfinger Tanzgruppe gibt es seit 22 Jahren. Der Verein, der seit vier Jahren besteht, habe aktuell 160 aktive Mitglieder und fünf Trainer, erklärt Elke Kunze. Diese tanzen in fünf unterschiedlichen Leistungsstufen: Am Anfang der Ausbildung steht der Beginnerkurs, die Fortgeschrittenen tanzen im Advanced Level. Line Dance sei außerdem eine Tanzart, die sich besonders für allein Tanzende eigne, da kein regelmäßiger Tanzpartner gebraucht werde.

Info

Mehr Informationen zu Veranstaltungen und Tanzkursen der Forty Fours gibt es unter www.fortyfours.de im Internet.

Zwei Tage lang tanzte der Verein Forty Fours im Maichinger Bürgerhaus.

Von unserer Mitarbeiterin Jasmin Pichler


Erste Bilder von unserer Party. Weitere folgen unter Viedos / Fotos



















 






















...



2015 20jähriges Jubiläum der Forty Fours am 20. Juni in Maichingen mit Maggie Gallagher 

 

Verfasst von Karin Ronke

 

Was für ein Geschenk an die Gäste und die Forty Fours, dass es am 20. Juni kein Geburtstagswetter gab und die Sonne nicht schien. Der graue Himmel und der Verdacht auf Regen versprachen uns, dass wir uns auf entspanntes Tanzen freuen durften. Um 20 Jahre Forty Fours zu feiern, waren wir in den großen und schönen Bürgersaal in Maichingen in der unmittelbaren Umgebung von Sindelfingen eingeladen worden. So konnten neben den vielen Mitgliedern des eigenen Vereins, von 133 nahmen 119 an der Feier teil, auch 151 Gäste kommen. Die Gäste verteilten sich auf viele verschiedene Vereine, die ich hier namentlich aufführen möchte, da es ja eine besondere Feier war:

 

Aus dem eigenen Bundesland Baden-Württemberg kamen:

B.B. Linedancers aus Glatten

Crazy Friends of Linedance aus Nagold

Dancing Crocodiles aus Schwäbisch Hall

Eldorado Phoenix-Dancers aus Esslingen

Greenhorn Saloon Dancers aus Nürtingen

Heartbreakers aus Heiningen

Lucky Dance Generation aus Bad Urach

Wild Buffalo Dancers aus Calw

Aus dem benachbarten Bundesland Bayern kamen:

Bootscooters aus Regensburg

Cookie and the Crumbs aus Rohrbach

Just Dance aus Gollhofen

Lucky Afternoon Dancers (LADs) aus München

PEIRONS aus Bamberg

Phoenix Dancers aus Buttenheim

Und die Tumbleweeds aus dem Vorarlberg inÖsterreich.

Die weiteste Anreise hatte wahrscheinlich Birgit Oelker aus Hildesheim.

 

Die Forty Fours sind sehr geübt in der Vorbereitung und der Durchführung einer LD - Veranstaltung mit vielen Gästen. Der Saal und die Tische waren wunderschön dekoriert. Ballonarrangements in weiß und orange schmückten die Bühne

 

und den Raum, die Tisch- und Wanddekorationen waren zu Ehren des Gaststars in Irisch-Grün gehalten. Bis auf das Büffet am Abend haben sich die Forty Fours um alles selbst gekümmert. Ich hörte, dass eine große Schüssel mit selbst angesetzter Bowle, die der Aufgabe nicht gewachsen war, zerbrach und außer Glück den Inhalt verbreitete. Ansonsten schien alles wie am Schnürchen zu klappen und wenn nicht, so waren wir – die Gäste – doch viel zu beschäftigt, um irgendwelche Mängel zu bemerken. Wenn es sie gab, werden sie bis zur nächsten großen Party in 2016 ganz bestimmt
abgestellt werden.

 

 

Um den großen Anlass, das 20jährige Bestehen der Gruppe, die seit 2013 ein eigenständiger Verein ist, gebührend zu feiern, wurde Maggie Gallagher eingeladen. Maggie kann wie die Forty Fours auch auf 20 Jahre Linedance zurückblicken. Sie feierte dieses Jahr mit ihrer Gruppe dieses besondere Ereignis. Maggie stammt aus Irland, lebt aber in Mittel-England und gibt ihre Kurse in Coventry.

 

  

Ich weiß, sie war genau der richtige Stargast für dieses Event. Maggie unterrichtet und choreografiert seit 20 Jahren. Seit dem Jahre 2001 haben die FF 61 Tänze gelernt, die von ihr geschrieben wurden. Das sind fast doppelt so viele wie von Ria Vos, die nächste Lieblingschoreographin der FF. Maggie ist seit vielen Jahren und auch 2015 wieder die beliebteste Choreographin der Linedancer in Deutschland. Auch in England hat sie eine herausragende Stellung. Derzeit finden sich 6 ihrer Tänze in den Top 20 des Linedancer Magazines. Maggie ist eine außergewöhnliche Persönlichkeit. Irish Dance ist ihre Basis und ihre 1. Leidenschaft. Man merkt ihr das bei jedem Schritt an. Trotzdem hat sie sich vor 20 Jahren auf Linedance eingelassen und es zu Ihrem 2. Standbein gemacht. Sie unterrichtet mit Elan und großer Eindringlichkeit. Sie hat eine Präsenz auf der Bühne, mit der sie alle in ihren Bann zieht.  

 

So ist es sicher mir und anderen kaum aufgefallen, wie schnell die Zeit während der Workshops von ca. 14.30 bis18 Uhr verging. Maggie gönnte uns zwischendurch nur eine sehr kurze Pause, um auch mal an dem riesigen Buffet mit 40 Torten / Kuchen und Muffins vorbeizuschauen. Ich musste mich schnell entscheiden und habe erst beim Anschauen der Fotos gesehen, was für tolle Kreationen angeboten wurden. Die Pooltorte belegt sehr schön, dass die Forty Fours auch durch Humor glänzen können.

 

Die Tanzfläche war während der Workshops brechend voll. Maggie unterrichtete Tänze, die schon eine Weile „am Markt“ sind und von denen alle bis auf „Just Add Moonlight“ in England bereits die Charts erreicht haben:

 

·       The Galway Gathering, 32/4 Absolute Beginner, Jan 2015
       (Diesen Tanz hat Maggie für eine Benefizveranstaltung für Krebskranke                       geschrieben.)

·       Just Add Moonlight, 32/4 High Beginner, April 2015

·       Greater Than Me, 48/4 High Improver, April 2015

·       Roads, 52/2, Intermediate, April 2015

·       Here’s To Us, 32/4 High Improver, Jan 20015

 

Die Schwierigkeit der Tänze steigerte sich bis “Roads”, ein toller Tanz auf den gleichnamigen Musiktitel von Lawson. Es gibt eine sehr schöne Demo von Maggie und Roy Hadisubroto, auf die Maggie während des Workshops hingewiesen hat (Link Video: https://www.youtube.com/watch?v=q4YfGPCcG9E).

 

Zwischen „Roads“ und „Here’s To Us“ schob Maggie eine kleine Irish-Dance-Demonstration. Sie entschuldigte sich im Vorfeld, dass sie aus gesundheitlichen Gründen die Demo kürzen musste. Sie zeigte uns ihre speziellen Schuhe und wie die Schritte zu unterschiedlichen Rhythmen getanzt werden. Alle, die das von ihr noch nicht gesehen hatten, waren bestimmt fasziniert und dachten an „Lord Of The Dance“. Maggie hat Irish Dance schon als Kind gelernt und wettkampfmäßig betrieben. Wenn man sieht, wie unglaublich schnell sie die Füße bewegt, welch seltsamen Bewegungen sie mit den Fußgelenken ausführen kann und wie hoch die Beine fliegen, bleibt einem der Mund offen stehen. Hier ein Link zu der Demo, die einige von uns 2012 bei den ersten Star Awards in Kalkar (https://www.youtube.com/watch?v=wY6GbjwfyZc) gesehen haben. Sie erzählte sehr stolz, dass ihre 3 Söhne auch diesen Tanzsport erlernen. Weiterhin trainiert sie ihre Tanzgruppe „Celtica“ (http://www.celticaacademy.co.uk/), mit der sie ab und an auf Tour geht und bei den Crystal Boot Awards in Blackpool (https://www.youtube.com/watch?v=HeN4AzgVD7k) immer dabei ist.

 

Die für den Nachmittag geplante Playliste musste komplett ungespielt bleiben, weil Maggie ganz zu Recht alle Zeit für sich in Anspruch nahm. Nach jedem Workshop wurden die zuvor gelernten Tänze wiederholt. Ich finde das sehr gut, denn so geht doch jeder mit ziemlich gefestigten Erinnerungen an die gelernten Tänze nach Hause.

 

Die Essenspause von 18 bis 19 Uhr wurde genau eingehalten. Das Buffet wurde im Foyer aufgebaut und es gab schnell eine lange Schlange. Die im Saal Wartenden konnten sich die Zeit mit dem Schauen von Videoaufnahmen und Bildern aus der Geschichte der Forty Fours vertreiben. Die Videos von Auftritten der Forty Fours als Country-LD-Gruppe waren sehr interessant. Sie bestätigten mir genau den Eindruck, den ich gewonnen hatte, als ich die Gruppe 2005 kennenlernte, auch wenn sie sich damals schon vom Tanzen nach Countrymusik verabschiedet hatten: sehr akkurates Tanzen im perfekt gestylten Outfit. Man konnte auch sehen, wie Elke 2003 in Paris zusammen mit Maggie ihren neuen Tanz „Mony Mony“ tanzte. Beide hatten dabei super viel Spaß. Es kamen Videos der Showauftritte, die dieFF seit einigen Jahren selbst einstudieren. Sie sind immer von der sehr lustigen Art und vermehren so den Spaß der Teilnehmer an der Veranstaltung. Über das Essen kann ich nicht viel sagen. Ich habe mich auch zu spät angestellt und war dann zu nervös, das Essen zu genießen.

 

Maggie selbst zog sich ins Hotel zurück und war am geplanten Beginn der Abendparty noch nicht zurück. Ich hörte, dass sie gerne Kartoffeln isst und sich mit Pommes von KFC versorgen ließ. Spätzle sind dann doch zu exotisch für ihren Geschmack. Elke hielt eine kleine Ansprache an die Gäste. Ich habe im Anschluss daran ein paar Worte über die Geschichte der Gruppe und ihren für mich besonderen Stellenwert in der deutschen LD-Szene gesprochen. Die kleine Rede war auch als Überraschung für Elke geplant. Ich glaube, sie hat sich gefreut. Ich bin dankbar, dass man mir die Rede erlaubt hat. So konnte ich etwas von dem zurückgeben, was ich und viele andere schon seit vielen Jahren durch die Forty Fours für unser Tanzen gewinnen.

  


  

Vor der Abendparty übergab Elke Maggie im Namen der Forty Fours ein riesiges Geschenk bestehend aus verschiedenen Beauty-Produkten. Danach konnte das Tanzen themengerecht mit „Don’t Dance Alone“ losgehen. Die Playliste, für deren Zusammenstellung sich die Forty Fours sehr viel Zeit genommen hatten, wurde für jeden sichtbar auf der Videowand angezeigt. Die Tanzfläche war meistens sehr gut gefüllt. Die Tänzerinnen und Tänzer boten immer ein schönes buntes Bild. Im Gegensatz zur 15-Jahr-Feier, an der die Forty Fours alle ein schwarzes Jubiläums-T-shirt trugen, gab es für die 20-Jahr-Feier keine Kleidervorschriften. So war die Ansicht eine bunte Vielfalt.

Wer nicht tanzte, war vielleicht

mit Geburtstags-Bowle schlürfen

im Geburtstags-Glas beschäftigt,

eine Idee die auf großen Zuspruch stoß. Andere nutzten die tanzfreie Zeit zum Kontakte

pflegen oder zum Fotoshooting mit Maggie.

 

Alle kehrten jedoch auf ihre Plätze zurück, als für den Programmpunkt„ Auftritt der Forty Fours“ der Saal komplett dunkel gemacht wurde. Es folgte Schwarzes Theater und der lustige und bunte Auftritt der „Strauße“. Die Strauße tanzten zu verschiedenen Musiktiteln und ernteten viele Lacher und großen Applaus. Das bewährte Auftrittsteam der Forty Fours am 20. Juni bestehend aus Oli, Steffi, Meli, Gabi, Gerlinde und Doris hatte diese Show einstudiert, die Kostüme wurden selbst hergestellt und die Musik ausgewählt und geschnitten. Ich glaube, die Showtruppe der FF hat schon beim Einüben der Show so viel Spaß, dass wir uns auf neue Showeinlagen auf zukünftigen Partys freuen können.

 

Nach diesem Auftritt wurde getanzt, was die Füße noch hergaben. Maggies „Mony Mony“, den wir aus dem Anlass nachgelernt hatten, war ein schöner Spaß. Bei „Irish Spirit“ ging richtig die Post ab. Ich habe nie eine solche Darbietung wie die von Maggie und Matze von diesem Tanz gesehen – einfach wunderbar. Es waren noch viele andere attraktive Tänze dabei. „Take Me To Church“ von Guyton Mundy, eine große Herausforderung ansich, kann auch mit Baby um den Bauch performed werden. Gegen 0:30 Uhr war die Playliste fertig gespielt. Die letzten Gäste verabschiedeten sich und Maggie sagte „Goodbye and Thank You, Älki“.

 

Ich bin ziemlich sicher, dass alle auf ihre Kosten kamen. Ich kann es jedenfalls von mir und den mich umgebenden Personen zu 100% behaupten. Maggie war ein Traum. Sie hat so viel Energie übertragen. Die Party war perfekt organisiert. Man fühlte sich rundum versorgt mit allem Wichtigen.

 

Abschließend möchte ich noch mal auf Maggies Worte am Nachmittag eingehen. Sie erklärte, was Linedance für sie bedeutet. Linedance ist ein Hobby, das Menschen zusammenführt, dass Freundschaften entstehen lässt über Regionen und Landesgrenzen hinweg. Deshalb ist LD weit mehr als nur ein Sport, den man zur körperlichen Ertüchtigung betreibt. Dieses besondere Wesen unseres Hobbies konnten wir am 20. Juni 2015 in Maichingen dank der Forty Fours voll ausleben.

 

Ich wünsche den Forty Fours viele weitere gute Jahre. Es ist nicht einfach, einen Verein, der so stark gewachsen ist, zu führen und dabei die unterschiedlichsten Ansprüche seiner Mitglieder an diese Sportart auf gemeinsame Nenner zusammenzuführen, mit denen alle zufrieden sein können. Die Zukunft wird zeigen, wie sich Linedance in Deutschland und anderswo auf der Welt weiter entwickelt und wie die Forty Fours mit diesen und auch mit vereinsbedingten Herausforderungen umgehen werden.

 

 

 

 

2013 Ria - Vos Bericht                                           29.9.2013

 

Wir – die Forty Fours e.V. Sindelfingen, ein Line Dance Verein mit über 100 Aktiven – wollten anlässlich unserer jährlich statt findenden Herbstveranstaltung einen Weltstar unserer Tanz-Art engagieren.

Ria Vos aus den Niederlanden wurde angeschrieben und sie sagte trotz prallvollem Terminkalender zu. Sie ist eine der im Moment angesagtesten und beliebtesten Choreografinnen. Nicht umsonst wurden ihr im Februar in Blackpool die „Crystal Boot Awards“ verliehen und das gleich 3fach. Und so wundert es auch nicht, dass sie für 2014 keine Termine mehr frei hat. Sie wird rund um den Erdball von Line Dance Vereinen engagiert und auf diesem Wege – und nicht zuletzt durch das Internet - werden ihre Choreografien bekannt. Es ist nun mal ein besonderer Reiz unserer Tanz-Art, dass wir auf Reisen in die benachbarten Länder (oder sogar in die USA), diese bekannt gewordenen Choreografien mit anderen Menschen zusammen tanzen können. Da sie vorwiegend moderne und südamerikanische Musik verwendet, kommt das unserer bevorzugten Tanzrichtung entgegen. Wir sind ein Verein, der durch dieses Tanzangebot einer immer größer werdenden Single-Gesellschaft entgegen kommt.

Fast ein Jahr Vorbereitung war für unser Ria Vos-Event notwendig, am 28.9.13 war es nun endlich soweit. Unsere Herbst-Line Dance Party fand unter dem Motto: „ORANJE“ statt. Vom ersten Moment an fanden wir sie und ihren Begleiter Fer, der auch als ihr DJ arbeitet, sehr sympathisch.

Ihre mitgebrachten Workshops waren:

“JumpOn A Ride”

„Frozen Heart“

„Mambosa“

„Hey Samba“

Alle Tänze gefielen, manche davon etwas mehr. Hinzufügen möchte ich, dass Ria ein gutes Händchen für die Musikauswahl hat. Das ist mit ein Grund, weswegen wir in unserem Tanz-Repertoire verhältnismäßig viele Ria-Vos-Tänze haben.

An das Nachmittags-Training schloss sich eine 1stündige Pause an, um dann am Abend alles Gelernte abzurufen. Die Veranstaltung, die auch viel Engagement von uns forderte, war ein voller Erfolg, die Dekoration – ORANJE – rundete das Bild ab. Da der Rückflug unseres Stargastes erst Sonntag Abend war, nutzten wir die Gelegenheit, ein original schwäbisches Mittagessen zu servieren:

Maultaschen mit geschmelzten Zwiebeln und Kartoffelsalat.

Wir sind sehr stolz, dass wir diesen Gast begrüßen konnten, um mit ihr gemeinsam diese Tanz Art, wie wir sie mögen und pflegen, zu tanzen.

Elke Kunze

 

 

2013 PORTRÄT – Ria Vos

 

Das Interview wurde von Karin Ronke durchgeführt.

 

Ria Vos aus den Niederlanden macht uns – die Linedancer – seit einigen Jahren glücklich, indem sie uns immer wieder neue fantastische Tänze schenkt. Dass sie dafür geliebt wird, zeigen die vielen internationalen Auszeichnungen, die sie seit 2010 erhalten hat. Da erscheint es fast unglaublich, dass sie dieses Jahr erst zum 2. Mal einer Einladung nach Deutschland folgte. Diese kam von den Forty Fours in Sindelfingen. Ria war der Stargast der Line-Dance-Party, die am 28. September in Sindelfingen stattfand. Nach der Party haben wir mit Ria ein kleines Interview gemacht. Mit dem daraus entstandenen Bericht möchten wir Ria Vos den Tänzern und Tänzerinnen im deutschsprachigen Raum näher bringen.

 

Persönliches

Ria ist 51 Jahre alt, verheiratet und hat 3 Kinder. Der Sohn und die älteste Tochter sind erwachsen und führen ihr eigenes Leben. Die jüngste Tochter ist heute 17 Jahre alt und wohnt noch zu Hause. Ria ist seit 2 Jahren Oma und sie hätte gerne mehr Zeit für den kleinen Enkelsohn. Sie lebt in einem kleinen Ort südlich von Rotterdam. Von dort fährt sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Rotterdam zur Arbeit. Dort arbeitet sie halbtags im größten Buchladen der Niederlande. Um Linedance-Termine besser planen zu können, muss sie seit einiger Zeit samstags nicht mehr arbeiten, allerdings manchmal noch am Sonntag.

 

Ria hat Apothekenhelferin gelernt. Diesen Beruf übt sie jedoch schon länger nicht mehr aus. Sie erkrankte mit Mitte 30 sehr schwer an Brustkrebs. Es hat fast 10 Jahre gedauert, bis sie die Krankheit und die Folgen komplett überwunden hatte. Die schweren Zeiten haben sie stärker gemacht und verändert, erklärt sie. Sie war früher ein zurückhaltender Mensch.Heute lebt sie ihr Leben sehr viel mehr nach außen und die Entwicklung, die sie als Linedancerin und Choreographin genommen hat, bieten ihr viele Möglichkeiten dafür.

 

LINEDANCE – Dancing & Teaching

Wie viele von uns ist auch Ria zum Line Dance gekommen. Eine Kollegin hat sie vor ca. 14 Jahren zum Unterricht mitgenommen. Sie ging gerne mit, da sie die Chance, ohne Partner tanzen zu können, unbedingt ausprobieren wollte. Sie war von Anfang an fasziniert. Wie zu dieser Zeit in Deutschland üblich, tanzte man auch in den Niederlanden nach Countrymusik. Ria ist keine spezielle Anhängerin der Countrymusik. Sie nahm die Musik, so wie sie damals angeboten wurde. Nach einer gewissen Zeit hat sie in dieser Tanzgruppe auch Unterricht erteilt. Als es zu Unstimmigkeiten kam, entschied sie sich dazu, einen eigenen Club zu gründen. Um schritttechnisch und unterrichtstechnisch gerüstet zu sein, hat sie einen Trainerschein beim Niederländischen Verband für Country und Westerntanzen gemacht. Derzeit gibt es einen Anfänger- und einen Fortgeschrittenenkurs mit ca. 40-60 Personen am Montag und Donnerstag. Die Newline-Gruppe in der Mitte der Woche kann sie aus Zeitgründen nicht mehr anbieten. Sie hat jedoch vor, sich mit ihren Freundinnen 1x im Monat zu treffen.

2013 ist sie sehr viel unterwegs. Sie wird noch 3x über den Atlantik fliegen, um an großen internationalen Events teilzunehmen. 2014 möchte sie ihren Terminkalender etwas kleiner halten.

 

LINEDANCE – Choreographie

Aus Mangel an geeigneten Tänzen hat Ria 2007 begonnen, Anfängertänze zu choreographieren, die sie in ihrem Unterricht anwendete. Gleich der erste Tanz „Crashing Down“ wurde von ihrer Gruppe so gut angenommen, dass er heute noch getanzt wird. Etwas später im Jahr 2007 choreographierte sie für ein großes Country-Festival in den Niederlanden den Tanz „Mr. Policeman“ zur Musik von Brad Paisley. Wenn sie zu Workshops eingeladen wurde, unterrichtete sie bis dahin die Tänze von anderen Choreographen. Dies änderte sich 2007 und „Mr. Policeman“ war ein erster toller Erfolg in Holland und auch in Frankreich. Der Aufstieg zu einer der weltweit bekanntesten Persönlichkeiten in der Linedance-Szene begann 2009, als ihr Tanz „Sister Kate“ bei den 14. CBA für einen Crystal Boot Award nominiert wurde.

 

Hier ein wenig Hintergrundinformation, die wir auf der Homepage vom Linedancer Magazine recherchiert haben:

Einen Crystal Boot hat Ria 2009 bei den 14. CBA noch nicht gewonnen, aber sie erhielt Nominierungen in 2 weiteren Kategorien „Internationale Choreographie“ und „Rising Star“. Von da an ging es unaufhaltsam weiter. Sie gewinnt ab 2010 jedes Jahr den CBA für „Internationale Choreographie“ und lässt damit ihren Landsmann Roy Verdonk und Jo Thompson Szymanski aus den USA hinter sich. 2011 gewinnt sie zusätzlich 2 CBAs für den fantastischen NC-2Step „Bittersweet Memory“. 2012 werden ihr zum ersten Mal beide Awards für die internationalen Kategorien „Choreographie“ und „Instructor“ überreicht. Der Weg, den Ria bis hier zurückgelegt hat, ist schier unglaublich. Sie hat sich einen festen Platz in der 1. Reihe der Line-Dance-Welt erarbeitet.

 

Spiegelbild dieser einmaligen Situation ist auch der Stand der Dinge am 30. September 2013. Unter den Top 20 / Linedancer Magazin finden sich:

#  1 = Wow Tokyo (eine Co-Produktion mit Kate Sala)

#  2 = No Man’s Land

#15 = Hurt MeCarefully

 

“His Only Need” ist das Video, das am häufigsten von allen jemals angeschaut wurde!

Ria ist unglaublich fleißig. Auf der Website Cobberknob finden sich mehr als 160 Tänze, die sie seit 2007 choreographiert hat.

Wie kommt es, dass sich Rias Tänze solch einer Beliebtheit erfreuen? Ria denkt, dass es an ihrer Art, Tänze zu choreografieren liegt. Auch ist die Musikauswahl ein sehr wichtiger Faktor. Sie verwendet sehr viel Zeit für die Suche nach passender Musik, wobei sie nicht auf einen bestimmten Musikstil fixiert ist. Einen mitreißenden Titel zu finden, der einzigartig ist, erfordert, dass sie einen Song vor dem Bekanntwerden entdeckt. So sucht sie auf verschiedenen Internetseiten, die Musik veröffentlichen, oder direkt bei den Musikern und Sängern nach Neuerscheinungen oder auch nach älteren Titeln, die bisher für Linedance-Choreographien noch nicht verwendet wurden. Auf die schwierige Frage, woher sie ihre Inspirationen nimmt, hat sie natürlich keine wirkliche Antwort. Aber sie bringt uns auf die Spur, in dem sie erzählt, dass sie schon immer ein sehr kreativer Mensch war, der gerne Neues für sich entdeckt und dann aber auch sehr intensiv betreibt. Vor Line Dance hat sie gemalt und Kleidungsstücke entworfen, z. B. für ihre Kinder, die früher an Linedance-Wettbewerben teilnahmen. Wenn sie sich einer Sache widmet, beschäftigt sie sich sehr intensiv damit. Sie ist mit 80 oder 90 Prozent nicht zufrieden, sondern erst mit 150 Prozent. Sie ist eine überzeugte Perfektionistin und ihr Erfolg gibt ihr Recht. Sie glaubt auch, dass ihre Offenheit gegenüber allem ihr dabei hilft, kreativ zu sein und zu bleiben.

 

LINEDANCE – die Vision  

Das Wichtigste am Line Dance ist für sie, dass man Spaß hat. Sie hofft, dass sich die Fraktionen von Anhängern des „Country Linedance“ und des „Modern Linedance“ irgendwann auflösen und sich Linedancer dem Tanzen an sich widmen und man sich nur noch im Musikgeschmack unterscheidet, dass Partys und Events von allen zusammen besucht werden und ein schöner Mix der Musikrichtungen dafür sorgt, dass alle Tänzer zu ihrem Spaß kommen.

 

Die Party der Forty Fours am 28. September in Sindelfingen hat ihr genau das gezeigt: Viele gut gelaunte Tänzer und Tänzerinnen, die viel Spaß am Tanzen und an der Gemeinschaft hatten. Sie hat sich auf dieser Party sehr wohl gefühlt.

 

KALKAR 2013-07-29

Zum zweiten Mal besuchten wir die  

STAR AWARDS GALA VERANSTALTUNG VOM LIVING LINE DANCE MAGAZIN.

Diese Veranstaltung wurde 2012 aus der Taufe gehoben. Es war deutlich zu spüren, dass der Veranstalter viele Verbesserungen vorgenommen hat.

Diese Veranstaltung, die mit den Summer Classics gekoppelt ist, hat uns dieses Jahr sehr gut gefallen.

Der Freitagnachmittag begann mit Workshops in unterschiedlichen Levels und war gut besucht. Die Stimmung stimmte, nicht zuletzt auch deshalb, weil man viele bekannte Gleichgesinnte wiedertraf.

Der Freitagabend begann mit einer speziellen Show. Die holländische Gruppe um Marlon Ronkes bot 2 Stundenein Programm über Musiklegenden, die tänzerisch sehr gut dargeboten wurde.

Anschließend gab Will Bos wieder den DJ für das freie Tanzen, und er meinte es mit seiner Musikauswahl sehr gut mit uns. Er würde uns einen noch größeren Gefallen tun, wenn er die Titel der Tänze ansagen würde. Line Dancer brauchen einen kurzen Moment, um die Verknüpfung von Musik und Choreo herzustellen.

Der Samstag war geprägt von einer stattlichen Anzahl von Workshops. Wer schon mehrere Jahre Line Dance ausübt, muss erkennen, dass sich der Schwierigkeitsgrad und der Anspruch an Körpereinsatz deutlich erhöht hat. Ein Intermediate von vor 10 Jahren ist mit einer Choreografie von heute mit dieser Einstufung nicht mehr zu vergleichen. Es soll für jeden etwas dabei sein und so ist es ganz normal, dass nicht alles unseren Geschmack fand. Hervorzuheben sind die Workshops von Guyton Mundy, Daniel Trepat und Roy Hadisubroto, die einem bei dieser Hitze alles abverlangten.

Am Abend die Verleihung der Star Awards. Eine gelungene, angenehme und fachlich fundierte Moderation von Jana Ziller und Roy Verdonk kam überall gut an. Die Verleihung zügig und unterbrochen von einigen künstlerischen Einlagen, war unterhaltsam und fand seinen Beifall.

 

An dieser Stelle Gratulation an alle Gewinner, die diesen Preis mit nach Hause nehmen konnten.

Die anschließende Party war für alle wieder ein Riesenspaß, zumal sich die Turniertänzer daruntermischten und man als Zuschauer auch auf seine Kosten kam. Für uns Übungsleiter des eigenen Vereins ist es auch immer wieder ein Spiegelbild, ob man mit seinem Repertoire richtig liegt. Die Tanzanteile unserer eigenen Teilnehmer waren groß und ist somit eine Bestätigung, dass das internationale Social-Line Dancing immer im Auge bleiben muss. Schön war für unsere Teilnehmer auch, dass es mitunter einen sehr direkten Kontakt mit den Choreografen gab.

Während die Teilnehmer der Summer Classics ihre letzten Entscheidungen und Preisverleihungen hatten, liefen bei den Star Awards am Sonntag nochmals Workshops. Wir werden alles in Ruhe auswerten, um zu entscheiden, welchen wir in unser Repertoire aufnehmen werden.

Sehr angenehm war, während einer Workshop-Pause den Saal wechseln zu können, um bei den Competitions zuzuschauen. Es waren zum Teil sehr gute Leistungen zu sehen und für eine Jury sicherlich nicht immer einfach, zu entscheiden. Es gab aber auch leider Darbietungen, die man unter der Rubrik „Peinlich“ einordnen muss. Es entzieht sich meiner Kenntnis, ob es bei dieser Veranstaltung Auswahlkriterien gibt.

Ich möchte hier ausdrücklich betonen, dass wir Tänzer bei der brütenden Hitze sehr froh waren, dass trotz entgegengesetzter Ankündigung die Getränke kostenlos bereitgestellt wurden.

Wir danken hier ausdrücklich dem gesamten Veranstaltungsteam, unseren Gastgebern, aber auch allen Helfern für dieses Event, welches organisatorisch sicherlich immer wieder eine große Herausforderung und ein enormer Kraftakt ist. Die verantwortliche Last und das finanzielle Risiko tragen zwar die Veranstalter, aber Dank auch den vielen freiwilligen Helfern und Bühnenbildakteuren, die für dieses Ambiente gesorgt haben.

Elke Kunze

 

Sunflowers Line Dance Party  

Die „Heartbreakers“ aus Heiningen und Umgebung luden am 13.7.13 zu ihrer ersten größeren Line Dance – Veranstaltung ein.

 

In einer wunderschönen Festhalle in Gammelshausen begrüßten sie ihre Gäste und überraschten uns mit einer bis in’s Detail liebevoll dekorierten Halle. Es war sofort ein Wohlfühl-Gefühl da.

Endlich mal wieder eine Veranstaltung, bei der „Dancing In Line“ nach allen Musikrichtungen im Vordergrund stand.

Wir trafen einige bekannte, aber auch neue Gesichter. Ich hätte es unseren Gastgebern sehr gewünscht, dass sie noch ein paar Anmeldungen mehr gehabt hätten. Aber ich bin mir sicher, dass sich dieses Event, welches eine Wiederholung in 2014 haben wird, erst herumsprechen wird.

Wir danken unseren Gastgebern für die überaus große Mühe, die sie sich vorwiegend für uns Gäste gemacht haben.

Elke

 

 

EURODANCE vom 15. -17.06.2012 in Southport, England von Karin Ronke 

Unsere beiden Mitglieder Karin Ronke und Ruth Peiker besuchten die EURODANCE 2012 vom 15.-17.6.. Es liegt in unserem Interesse, dass wir den Bericht (Verfasserin Karin Ronke) incl. Fotos bei uns hiermit veröffentlichen.

Zuerst einmal sprechen wir unseren Dank aus an Dirk Leibing von den City Stompers inHamburg. Er hat uns vor mehr als einem Jahr davon erzählt, dass in England ein bis dahin nicht dagewesenes Event stattfinden würde: eine Veranstaltung mit 30 Choreografen und 3 Tagen Line Dance rund um die Uhr. Naja, haben wir gedacht, und uns dann doch im Juli 2011 angemeldet. Es war die richtige Entscheidung und wir haben sie, trotz der langen Reise und der Kosten, die natürlich mit einem solchen Ausflug verbunden sind, keine Sekunde bereut. Es war ein einmaliges Erlebnis, nicht nur weil hoffentlich richtig nachgezählt 32 Choreografen dabei waren, sondern weil es ein rundum sehr gelungenes Ereignis war. Hier die Aspekte, die uns wirklich begeistert haben:

 

 

TÄNZE

 

Es wurden wirklich sehr gute Tänze unterrichtet. Was gut und schön ist, ist natürlich Geschmackssache, aber die drei Säle warenimmer voll und es war für jede Musikrichtung und jeden Schwierigkeitsgrad etwas dabei. Toll fanden wir, dass wir von Beginn an einen genauen Plan hatten, wer welchen Tanz in welchem Saal zu welcher Uhrzeit unterrichten würde mit Angabedes Schwierigkeitsgrades. Am Vorabend bzw. am Morgen wurde eine kurze Vorschau mit Musik gezeigt, so dass die Unentschlossenen noch mal Stoff zum Überlegen hatten. Man musste sehr pünktlich vor Ort sein, da manche Workshops sogar etwas früher aber nie zu spät starteten. Das Niveau der Tänze war für unsere Verhältnisse sehr hoch. Es wurden fast genauso viele Advanced-Tänze unterrichtet wie Beginner-Tänze und ehrlich gesagt, Tanzanfänger waren keine vor Ort. Das Unterrichtstempo war zum Teil atemberaubend. Maggie Gallagher hat ihren neuen Advanced-Tanz "Sexy Naughty Me" in knappen 25 Minuten durchgezogen. Da war keine Sekunde für Fragen oder Zweifel. Die meisten anderen Choreografen gaben sich mehr Mühe, klar und deutlich und mit genügend Übungszeit zu unterrichten. Wer seine Technik und sein Fachvokabular beherrscht, kam gut zurecht. Am Ende des 3. Tages gaben die Teilnehmer ihre Stimme für ihre 3 Lieblingstänze ab. Guyton Mundy und Rachael McEnaney, die übrigens nicht in Southport war, gewannen mit Abstand diesen Publikumspreis für "Back In Time". Craig Bennett erreichte Platz 2 mit "Time Bomb" und den dritten Platz haben wir uns leider nicht gemerkt. Mit dieser Wahl sind wir einverstanden. Von den Tänzen, die wir auch noch gelernt haben, haben uns sehrgut gefallen:

"Rock,Paper, Scissors" von Maggie Gallagher, "Solid Ground" von Debbie McLaughlin, "Next To Me" von Niels Poulsen, "Oh My Days" von Shaz Walton, "Radio Active" von Kate Sala & Robbie McGowanHickie, "Point of No Return" von Ria Vos

ABER: wir konnten ja nicht alle Tänze lernen. Es liefen immer 3 Workshops gleichzeitig und Pausen brauchten wir zwischendurch auch mal.

 

CHOREOGRAFEN

 

Es waren für uns viele bekannte Personen vertreten. So wussten wir, was uns hinsichtlich der Art des Unterrichts in ihren Workshops erwartet. Neugierig waren wir auf die anderen, z. B. auf Shaz Walton. Sie ist viel jünger, als wir gedacht haben, und ihre Workshops haben uns alles abverlangt. Schön fanden wir, dass Choreografen, deren Tänze wir schon vor langer Zeit gelernt haben, für uns nun ein Gesicht bekamen, z. B. Gaye Teather ("Kill The Spiders") oder Alan Birchall ("Wave OnWave") oder Rep Ghazali ("Cabo San Lucas"). Es waren auchetliche junge Teacher eingeladen, von denen wir noch nicht gehört hatten, die aber in der englischen Szene einen Namen haben, z. B. Debbie McLaughlin und Joey Warren (USA). Sie tanzen total schön und es macht richtig Freude, ihnen zuzuschauen. Die junge Generation war bei ihnen aufs Beste aufgehoben. Auch nicht englische Vertreter der Zunft waren eingeladen worden: Maria Maag und Malene Jakobsen aus Dänemark. Ihre Workshops wurden genauso gut besucht, wie die der meisten anderen. Das stärkste Zugpferd war - wir sehen das hoffentlich richtig - Guyton Mundy mit "Back In Time". Der Saal war brechend voll und alle hatten eine Mordsgaudi. Viele Choreografen haben in ihren Pausen in den Workshops der anderen gestanden. So war es durchaus möglich, neben Ria Vos,Jo Kinser oder Niels Poulsen zu stehen.

 

 

TEILNEHMER

 

Es waren ca. 400 Teilnehmer vor Ort, davonungefähr 80 aus England und der nicht unerhebliche Rest aus andereneuropäischen Ländern (Dänemark, Schweden, Niederlande, Lettland, Österreich,Schweiz). Aus Frankreich kam nur eine Tänzerin, was uns sehr gewundert hat, und die deutsche Abteilung setzte sich aus 11 Personen zusammen. Sehr beeindruckt waren wir davon, dass eine Gruppe mit 18 Personen aus Japan angereist war. Maggie begrüßte in einem ihrer Workshops auch ein Ehepaar aus Shanghai. Für die meisten Tänzer und Tänzerinnen war das Niveau der Workshops, die Unterrichtsgeschwindigkeit und die Menge der Tänze scheinbar gar kein Problem. Wir waren ganz besonders darüber erstaunt, dass viele englische Seniorinnen immer dabei waren und auch vor schwierigen Tänzen nicht zurückschreckten. Sie haben ihre Routine, wie sie bestimmte Passagen für sich einfacher machen. Das muss man einfach mal gesehen haben! Wir ziehen unseren Hut vor ihrem Elan und ihren tänzerischen Fertigkeiten. Es macht uns viel Mut und gibt uns die Hoffnung, dass das Tanzen im fortgeschrittenen Alter nicht vorbei sein wird.

 

PARTIES

 

Nach dem Abendessen ging es um 20.00 Uhr weiter: Tanzen bis zum Abwinken in den drei Sälen, die das Hotel zur Verfügung stellte. Im Hauptsaal wurden die Mainstream-Tänze angeboten und in einem danebenliegenden kleinen Saal vorwiegend Tänze zu Countrymusik. Zwischen diesen beiden Sälen konnte man leicht hin- und herpendeln, so dass Langeweile nicht aufkommen konnte. Die DJs waren leicht ansprechbar und Wünsche wurden wenn möglich immer erfüllt. Im zweitgrößten Saal im 1. Stock liefen dann die modernen New Lines. In diesem Saal konzentrierten sich die jungen Tänzer und Tänzerinnen. Esgesellten sich immer auch ein paar der Älteren zu ihnen auf die Tanzfläche odersie belegten die freien Stühle und schauten zu. Wir saßen ab und zu da und mussten feststellen, dass wir nicht einen einzigen der Tänze kannten. So geht die Welt: die Jungen stürmen voran und das war auch eine der schönsten Erfahrungen des Wochenendes, dass es viele junge Tänzer gibt, die Line Dance mit Leidenschaft und Ausdauer zu ihrer Musik betreiben.

 

 

VERANSTALTER und ORGANISATION

 





Dieses Event wurde veranstaltet von den Bossy Boots Promotions und dem Ehepaar Ken und Sue Weston und Awesome Linedancing vertreten durch das Ehepaar Dave und Pauline Baycroft. Sie sind - so glauben wir - sehr erfahren in der Organisation von großen Linedance-Events. Alles war bis auf das i-Tüpfelchen vorgeplant. Das Hotel an sich: Zimmer, Essen, Service war gut, sehr viel besser als das Hotel, in dem man für die Crystal Boot Awards einquartiert ist. Die Säle haben Glasdächer mit großen schönen Leuchten.  Die gediegene Ausstattung der Lobby und der Zimmer und Säle tragen sehr dazu bei, dass mansich gleich wohlfühlt. Sicher ist das englische Essen nicht jedermanns Sache und schlafen konnte man nicht ohne Ohrstöpsel, da ja die Musik noch lief, wenn wir unsere müden Knochen ins Bett packten. Nicht zufrieden waren wir mit dem Zustand vom Parkett in den beiden großen Sälen. Es liefen zwar ständig große Kühlgeräte, die Böden waren trotzdem sehr schwergängig. Wir bedanken uns nocheinmal sehr herzlich bei den Organisatoren für das perfekt vorbereitete Linedance-Wochenende. Sie haben sehr viel geleistet.